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Die Fanprojekte 
Das 1981 in Bremen gegründete erste deutsche Fanprojekt setzte Standards, nach denen noch heute vielfach gearbeitet wird und die sich größtenteils im 1993 beschlossenen Nationalen Konzept Sport und Sicherheit (NKSS) wiederfinden. Doch bei dieser einen „Bremer Innovation“ sollte es nicht bleiben. Hinzu kam zehn Jahre später die Initiative Sitzen ist für’n Arsch, die sich im Interesse der jugendlichen Fußballfans in den Stadionbau einmischte, indem sie sich für den Erhalt von Stehplätzen einsetzte und ein alternatives Stadionmodell entwickelte, das heute seinen Ausdruck in der Ostkurve des Weserstadions findet. Ein wirkliches Novum in der bundesdeutschen Fanarbeit ist dabei das Fan-Zentrum Ostkurve, das sich im „Bauch“ der Kurve befindet und von den Fans zu einem Teil selbst organisiert und gestaltet wird. Hier finden Platz: der Fanbeauftragte von Werder Bremen, der Dachverband Bremer Fanklubs, einige Ultragruppen, diverse Initiativen und Aktionsgruppen und eben auch das Fanprojekt Bremen.
Herzstück des Fan-Zentrums ist der OstKurvenSaal, in dem man sich vor und nach den Spielen des SVW treffen oder aber die Übertragungen der Auswärtsspiele auf Großbildleinwand zusammen mit den daheim gebliebenen Werder-Fans anschauen kann. Natürlich finden hier auch jede Menge Partys oder andere Aktivitäten der Werder-Fans und des Fanprojekts statt. Und wer von auswärts kommend sich mit den Werder-Fans versteht, ist immer herzlich im OstKurvenSaal willkommen. Das gilt vor allem für die Fans aus dem Ausland bei internationalen Spielen, für die hier internationale Begegnungsfeste ausgerichtet werden, die seit Ende der 80er-Jahre in Bremen Tradition haben.

Seit einigen Jahren organisiert das Fanprojekt internationale Begegnungsprogramme zwischen jugendlichen deutschen und israelischen Fans, die dem Abbau von Vorurteilen auf beiden Seiten dienen und eine Zeichen gegen Antisemitismus in Deutschland setzen sollen. Aber auch bei den sogenannten U18-Fahrten setzte das Bremer Projekt Akzente, um zum einen Kontakt mit den ganz jungen Fans des SVW zu halten, zum anderen, um auswärts für freundschaftliche Begegnungen mit den gegnerischen Fans zu sorgen und Vorurteile abzubauen.
Ein weiteres Beispiel ist die Mädchenarbeit in männlich dominierten Szenen, die in Bremen mit wichtigen Impulsen versehen wurde und sicherlich Modell für andere Mädchenarbeitsinitiativen in den vorherrschend männlichen Fanprojekten sein kann, zumal immer mehr Mädchen und junge Frauen den Fußball für sich erobern. Hinzu kam in den letzten Jahren die Ausweitung der Fanarbeit in die Regionalliga, da sich auch die Amateurspiele einer zunehmenden Anhängerschaft unter den Werder-Fans, insbesondere aus der Ultraszene, erfreuen. Außerdem gibt es ein festes Fußballangebot für Jungen und Mädchen, das sich in letzter Zeit regen Zulaufs erfreut. Hinzu kommt unser individuelles Beratungsangebot – nicht nur bei Stadionverboten und rechtlichen Problemen, sondern auch bei Suchtproblemen, Arbeitslosigkeit, Lehrstellensuche, Wohnungssuche, Geldproblemen und Krisensituationen – das wir offensiv an die Bremer Fanszene herantragen. Im Jahr 2008 ist zudem die Arbeitsgruppe Werderfans gegen Diskriminierung entstanden, die mit Mitteln des Lokalen Aktionsplans Vielfalt Bremen gefördert wird. Dank der guten personellen Situation ist die Bewältigung dieser vielseitigen Tätigkeitsfelder auch möglich.
Susanne Franzmayer, Thomas Hafke, Jens Höhn, Manfred Rutkowski
Franz Böhmert Straße 5
28205 Bremen
TEL (0421) 49 80 24
FAX (0421) 49 80 25
e-mail info(at)fanprojektbremen.de
Homepage www.fanprojektbremen.de
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Schon seit einigen Jahren versucht das Fan – Projekt Bremen e. V. den Ostkurvensaal des Weserstadions für Schulen und andere Bildungsträger attraktiv zu machen. Was in vielen englischen Stadien bereits seit Jahren üblich ist, nämlich die Nutzung räumlicher Kapazitäten der Fußballstadien in der Woche für verschiedenste Angebote der Jugend- und Bildungsarbeit, steht auch im Fan – Projekt Bremen seit Jahren auf der Tagesordnung.
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(23.07.2007)
26 Jahre Fan-Projekt Bremen