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Die Fanprojekte 
Das Fanprojekt Dresden wurde im März 2003 neu gegründet. Begann man anfangs mit ausschließlich ehrenamtlichen Kräften und noch geringer finanzieller Unterstützung der Stadt und des Vereins Dynamo Dresden das Fanprojekt aufzubauen, so hat sich das Projekt in den vergangenen Jahren immer stärker professionalisiert und zum größten sächsischen Fanprojekt entwickelt. Möglich wurde dies durch die Erhöhung der Geldmittel vonseiten der Stadt Dresden im Januar 2005 und die Förderung durch den Freistaat Sachsen ab Oktober 2005 als Modellprojekt. Damit konnte das Fanprojekt Dresden nach den Vorgaben des Nationalen Konzepts Sport und Sicherheit (NKSS) mit der Drittelfinanzierung durch Kommune, Land und – da der Verein zu dieser Zeit in der 2. Liga spielte – DFL arbeiten. Weil die Modellprojektfinanzierung zeitlich befristet war und am 31. Dezember 2007 auslief, musste leider ein Mitarbeiter entlassen werden. Im Jahr 2008 bekannte der Freistaat Sachsen sich endlich grundsätzlich zu seiner landesweiten Verantwortung, sozialpädagogische Fanprojektarbeit finanziell zu fördern. Durch die Bereitstellung dieser Mittel sowie der zusätzlichen Förderung durch den DFB und die Kommune war es im Herbst 2008 möglich, wieder eine dritte Personalstelle zu schaffen.

Die Hauptarbeitsfelder des Fanprojekts Dresden umfassen neben der mobilen Jugendarbeit (u. a. Begleitung und Betreuung der Fans von Dynamo Dresden bei Heim- und Auswärtsspielen, Gruppenarbeit, Einzelfallhilfe und Beratung sowie Netzwerk- und Gremienarbeit) auch sportpädagogische Angebote (Streetkick), Bildungsarbeit (u. a. Schulprojekt, Antirassismusarbeit) und spezielle Angebote für die Altersgruppe der unter 16-Jährigen (Fahrten, Treffs). Verbunden mit der personellen Aufstockung soll sich zukünftig noch intensiver den Themenfeldern der geschlechtsspezifischen Kinder- und Jugendarbeit gewidmet werden.
Die Fanszene der SG Dynamo Dresden ist eine der größten und auffälligsten in Deutschland. Da sich zu den Auswärtsspielen regelmäßig eine sehr hohe Zahl an Fans einfindet, kommt es vermehrt zu Konflikten, die durch die professionelle Fansozialarbeit zumindest entschärft werden können. Der schlechte Ruf, der den Dynamo-Fans vorauseilt, zieht leider regelmäßig sehr große Polizeiaufgebote nach sich, was mitunter erst zu problematischen Situationen führen kann. Daher liegt ein Hauptaugenmerk auf der frühzeitigen Kommunikation mit den verantwortlichen Entscheidungsträgern im Bereich Sicherheit vor Ort, um einerseits bei den handelnden Personen bestehende Ängste und Befürchtungen zu minimieren und andererseits auch die jeweiligen „Spielregeln“ zu kommunizieren. Dadurch können die Dynamo-Fans auf die Gegebenheiten vor Ort hin sensibilisiert werden. Bei der Vorbereitung der Heimspiele nimmt das Fanprojekt Dresden an den Sicherheitsberatungen teil und bringt dort seine Erfahrung ein, um zu einem problemfreien Verlauf der Partien mit beizutragen.

Die Verabschiedung einer gemeinsam erarbeiteten Fancharta, die neue Verbindlichkeiten im Umgang zwischen dem Verein SG Dynamo Dresden und seinen Fans regelt und unter der Moderation des Fanprojekts zum Erfolg geführt werden konnte, stellt einen neuen Meilenstein nicht nur für den Dresdner Fußball dar. Diese Fancharta sorgt zurzeit gemeinsam mit dem Umbau des Rudolf-Harbig-Stadions für eine erstaunliche Aufbruchstimmung in Dresden, die nahezu alle Teile der Dynamo-Fanszene erfasst und positiv in die nahe Zukunft blicken lässt.
Nach der turbulenten Startphase ist das Fanprojekt Dresden im fünften Jahr seines Bestehens mittlerweile ein bundesweit etabliertes Fanprojekt, was sich nicht zuletzt an der viel beachteten Auszeichnung mit der Theodor-Heuss-Medaille für demokratisches Engagement im Frühjahr 2008 festmachen lässt.
Korinna Dittrich, Christian Kabs, Torsten Rudolph (Projektleiter)
Löbtauer Str. 17
01067 Dresden
Tel (0351) 485 20 49
Fax (0351) 485 20 56
E-mail mail(at)fanprojekt-dresden.de
Homepage www.fanprojekt-dresden.de
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