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Essen (1995)

Rot-Weiß Essen hat als bedeutender Traditionsverein des Ruhrgebiets eine treue und enthusiastische Anhängerschaft, die auch in der umstrukturierten Regionalliga dem Verein die Treue hält.

Das Fanprojekt Essen, 1995 gegründet, wurde 2001 in die Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt Essen übernommen, als hauptamtliche Mitarbeiter/innen sind Claudia Wilhelm und Roland Sauskat tätig. Ein begleitendes Fachgremium (Beirat) wurde installiert, das sich aus Vertretern von Verein, Polizei, Kommunal- und Landespolitik, der Stadt Essen (Jugendamt) und Fans zusammensetzt. Hier werden Weichen für die grundsätzliche Zusammenarbeit der beteiligten Partner gestellt und neue Ansätze für die weitere Arbeit (Aktionen, Kampagnen, Projekte) entwickelt.

Grundsätzlich ist die enge Kooperation mit Verein, Sicherheitskräften und sozialen Diensten auf der einen Seite und die weitreichende Teilnahme an der Lebenswelt unterschiedlicher Fangruppen der Schlüssel für den Erfolg der letzten Jahre: Es wurde z. B. ein Re-Integrationsmodell für „Stadionverbotene“ entwickelt. Die kontinuierliche Teilnahme an einem vereinbarten Katalog verschiedener individueller und gruppenbezogener sozialer Maßnahmen ermöglicht die vorzeitige Aufhebung des Stadionverbotes.

Kick racism out – Turnier 2008

Auf der anderen Seite geht es in der Arbeit des Fanprojekts längst nicht nur um die negativen Aspekte des Fußballs. Fans werden in ihrem Leben und ihrer Alltagskultur unterstützt. Der Kontakt zum Verein wird verbessert, der aus der Fanszene selbst organisierte Fanrat vom Fanprojekt begleitet. Beispiel hierfür ist die Produktion einer Musik-CD von Rockbands, die aus der Fanszene kommen, unter dem Motto Stimmung statt Randale, 2008 erschien die dritte CD in dieser Reihe. Regelmäßige Aufgaben des Fanprojekts sind die Begleitung der Fans zu allen Auswärtsspielen, oft in Kombination mit mehrtägigen Jugendfreizeiten, internationale Jugendbegegnungen, die Begleitung des Fanprojekt-Fußballteams und die Unterhaltung des Fan-Containers Westkurve.

Dieser steht an Spieltagen, aber auch in der Woche, allen Fans zur Verfügung. Er wird als offene Anlaufstelle, für Treffen verschiedener Fangruppen, zur Vorbereitung von Choreos oder Feiern genutzt. Trotz des Wechsels weg vom angestammten Platz hinter der Fankurve auf den Vorplatz vor der Haupttribüne ist der Fan-Container das, was er von Anbeginn war: der zentrale Treffpunkt von Fans an den Spieltagen.

Mit dem Café Westkurve ist ein neuer sozialintegrativer Ort für Fans geschaffen worden. Für die Fanarbeit ist der Umbau des Vereinsheims zum Café ein Glücksfall. Das Fanprojekt organisiert eine Vielzahl von freizeit- und erlebnispädagogischen Angeboten auf der gesamten Anlage. Das Café dient den unterschiedlichen Fangruppen sowie dem Fanprojekt als Treffpunkt und Veranstaltungsort und die Fanprojektmannschaft nutzt die Plätze laufend für ihr wöchentliches Training

Stimmung statt Randale, CD-Cover

Einen zusätzlichen Schwerpunkt bildet die Arbeit mit weiblichen Fans bis 18 Jahren. Ein erster konzeptioneller Ansatz zur fankulturellen Integration hat sich in der Praxis schon bewährt. Die aktive Gestaltung des Spieltages mit einer kreativen Vorstellung auf dem Spielfeld durch die Fahnenmädchen und das vor mehreren tausend Fans führt zu einer Steigerung des Selbstwertgefühls. Das Projekt steht hier für eine aktive Integration von weiblichen Fußballfans innerhalb einer bis dato männlich geprägten Fanlandschaft.

Last but not least soll nicht unerwähnt bleiben, dass das Fanprojekt, dank eines engagierten Fans, über eine eigene Homepage verfügt. Dadurch erhöht sich die Informationsdichte für die Fans von RWE. Gleichzeitig kann dadurch flexibel und unkompliziert auf kommende Veranstaltungen hingewiesen werden.


Fanprojekt Essen

Roland Sauskat, Claudia Wilhelm

SC Rot-Weiß Essen
Hafenstr. 97 a
45356 Essen

Tel (0201)8614431
Fax (0201)8614431

E-Mail fan.projekt(at)rot-weiss-essen.de
Homepage
www.fanprojekt-essen.de

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