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Die Fanprojekte 
Die Geschichte des Fanprojekts begann genau genommen 1983 in Ludwigshafen, als die Stadt einen Streetworker zur Betreuung der Mannheimer Anhänger abstellte – Waldhof war in die Bundesliga aufgestiegen und trug seine Heimspiele in Ludwigshafen aus. Auch in Mannheim gab es von ca. 1986 bis 1991 eine Art Vorläuferprojekt, im Jahr 2006 wurde dann ein viel versprechender Neuanfang gemacht.
Aktuell besetzten Martin Willig und Thomas Balbach die 1,5 Stellen des Fanprojekts, wobei Thomas Balbach die andere Hälfte seiner Stelle als Streetworker in Ludwigshafen ausfüllt. Träger des Fanprojekts, das durch den DFB und die beiden Städte Mannheim und Ludwigshafen finanziert wird, ist der Sportkreis Mannheim e. V. in Kooperation mit der Stadt Ludwigshafen. Zudem unterstützt der SV Waldhof Mannheim das Projekt ideell wie auch finanziell, während Baden-Württemberg leider das einzige Bundesland ist, das seinen Verpflichtungen nach dem Nationalen Konzept Sport und Sicherheit (NKSS) von 1993 nicht nachkommt und weder das Projekt in Karlsruhe noch in Mannheim fördert. Die Unterstützung durch den SVW zeigt sich konkret z. B. darin, dass dem Fanprojekt vom Verein 30 Freikarten pro Heimspiel zur gezielten Verteilung an sozial Benachteiligte zur Verfügung gestellt werden.

Die Bezugsfanszene sind die Anhänger des SV Waldhof Mannheim, beidseitig des Rheins. Die Fanszene des FSV Oggersheim – ein Stadtteil von Ludwigshafen – ist integriert, da sich hier Vernetzungen zeigen. Der Arbeitsschwerpunkt des Fanprojekts liegt auf der Präventionsarbeit in Sachen Gewalt und Rassismus.
In den Monaten vor dem Saisonstart 2008/2009 allerdings stand neben klassischer Fanprojekttätigkeit wie der Begleitung von Auswärtsfahrten vor allem eine eigentlich eher fachfremde Arbeit auf dem Plan. Zum Start der neuen Saison wurde der Fantreff eingerichtet und dabei sehr viel selbst mit Hand angelegt. Es gab allerhand zu tun und zum Ausbuddeln von Gräben für die Wasser- und Stromleitungen saßen die Streetworker sogar auf dem Bagger. Das Ergebnis kann sich jedoch sehen lassen, denn den Fans steht nun mit dem Fancafé ein eigener Anlauf- und Treffpunkt am Carl-Benz-Stadion zur Verfügung. Die vier ineinander übergehenden Container bieten insgesamt eine Fläche von 60 m 2 und damit genug Platz für Beschäftigungen mit dem Tischkicker und dem Dartboard, für das gemeinsame Erleben von Fußballübertragungen und intensive Gespräche.

Die Innengestaltung haben die beiden Streetworker selbst übernommen, natürlich mithilfe einiger Fans und Unterstützung des SVW, der dem Team die Theke überlassen hat. An der wird allerdings in Zukunft kein Bier serviert werden, denn der Fantreff soll alkoholfrei bleiben. Geöffnet ist das neue Fancafé vor und nach den Heimspielen des SV Waldhof Mannheim, auch dienstags und donnerstags ab 17 Uhr stehen die Räume den Fans offen und erfreuen sich bereits einer erfreulich hohen Besucherresonanz. Die Fans nutzen den Treffpunkt regelmäßig zum Austausch über die gemeinsamen Erlebnisse und auch zum Besprechen persönlicher Probleme.
Ein aktueller Bedarf der Fanprojektarbeit liegt im U18-Bereich, für den auch Auswärtsfahrten organisiert werden. Diese Fahrten finden natürlich ebenfalls ohne Alkohol statt. Zudem liegt aufgrund der Neubesetzung der 1,5 Stellen im Fanprojekt das Hauptaugenmerk der beiden Mitarbeiter zum großen Teil noch in der Kontaktaufnahme zu den Fans, z. B. durch:
Thomas Balbach, Martin Willig
Sportkreis Mannheim e. V.
Merowinger Straße 15
68259 Mannheim
Tel. (0621) 6836626
Mobil (0157) 75961419 › M. Willig
Mobil (0172) 1075432 › T. Balbach
E-Mail willig@sportkreis-ma.de
E-Mail thomas.balbach(at)ludwigshafen.de
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26.11.2008
Fancafé am Mannheimer Stadion eröffnet
07.08.2008
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