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Die Fanprojekte 
Unter der Trägerschaft des Internationalen Bundes arbeiten zwei hauptamtliche Mitarbeiter/innen: Antje Hagel und Bernd Giring teilten sich in der Saison 2007/2008 43,5 Wochenstunden. Hinzu kam eine Honorarkraft mit 10 Stunden und drei ehrenamtliche Helfer, die das Projekt unterstützten.
Im Sommer 2007 konnte das Fanprojekt die Redaktionsräume des eingestellten Fanmagazins ERWIN übernehmen und zu einen zentral gelegenen Fanladen umgestalten. Der Container im Stadion wird an Spieltagen weiterhin als Anlaufstelle für alle OFC-Fans genutzt. Die Eröffnung des Fanladens wurde mit der Einrichtung eines Heimspielbrunchs verbunden. Für einen geringen Unkostenbeitrag können Jugendliche und Erwachsene gemeinsam frühstücken. Die Idee ist, den Fans die Möglichkeit zu geben, sich zwanglos zu treffen, um mit Gleichgesinnten zu reden und sich auf das bevorstehende Heimspiel der Offenbacher Kickers vorzubereiten. Das gemeinsame Frühstück unter Fußballfans ist eine etwas andere Alltagserfahrung, die auch einmal Gespräche ermöglicht, in denen es eben nicht nur um Fußball geht.

Seit dem Sommer 2007 bietet das FP-Team ein regelmäßiges U16-Projekt an. Die überwiegend männlichen Jugendlichen mit Migrationshintergrund treffen sich regelmäßig und haben bereits mehrere Auswärtsfahrten mit Übernachtung, eine Klettertour und eine Reise zu einem Spiel der deutschen Nationalmannschaft während der Euro 2008 unternommen. Betreut werden die ca. 15 Jugendlichen von zwei bislang noch ehrenamtlich tätigen Lehramtsstudenten.
Das Fanprojekt Offenbach nimmt an den regen Diskussionen im Rahmen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte aktiv teil. Der Erfahrungsaustausch mit den anderen Kolleg/innen ist hilfreich, da im Ligaalltag nur wenig Kontakt möglich ist. Zudem ist das 2004 gegründete Netzwerk F_in Frauen im Fußball auf Initiative der Fanprojektmitarbeiterin Antje Hagel entstanden. Es vernetzt Frauen verschiedener Professionen mit Fußballbezogenheit zu einem lebhaften Austausch. Der 4. Workshop fand erst vor Kurzem in München statt. Die Teilnehmerinnen kamen aus Deutschland, Österreich und England.
Das Fanprojekt versteht sich als Vermittler in Sachen Fankultur und hat sich als solches innerhalb der sehr heterogenen Offenbacher Fanszene positioniert. Es hat seine anerkannten Vermittlungsfähigkeiten in Gesprächen zwischen Vereinsverantwortlichen, Polizei und anderen Institutionen auf der einen Seite und Fans unterschiedlicher Herkunft auf der anderen Seite regelmäßig positiv zur Geltung gebracht.

Obwohl die OFC-Fans seit Jahren weder zu Hause noch auswärts negativ aufgefallen sind, hat die Offenbacher Fanszene und somit auch das Fanprojekt, das seine Tätigkeit als Lobbyarbeit für die Fans versteht, immer noch mit dem „schlechten Ruf“ der OFC-Anhänger zu kämpfen. So werden Partien als Risikospiele deklariert, die von den Fanexperten niemals als problematisch angesehen werden würden. Daraus entstehende organisatorische Probleme werden nicht selten auf dem Rücken der Fans ausgetragen.
Aktiv teilnehmend beobachtet das Fanprojekt die Entwicklungen der Fanszene. Hier gibt es durch das Fehlen von Ultra-Strukturen in Offenbach einen größeren Diskussionsbedarf rund um die Frage der Integration neuer und jüngerer Fans in die gewachsenen und von manchen als zu traditionalistisch empfundenen Fanstrukturen auf dem Bieberer Berg. Eine wichtige Aufgabe des Fanprojekts liegt daher in der moderierenden Begleitung dieses fortlaufenden Prozesses der Selbstorganisation der Offenbacher Fanszene.
Bernd Giring, Antje Hagel
c/o Internationaler Bund
Rowentastr. 9
63071 Offenbach
Fanladen
Luisenstraße 61
63067 Offenbach
Tel (069) 82361345
Fax (069) 82361345
Mobil (0170) 318 02 28
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