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Die Fanprojekte 
Den Anstoß zur Gründung eines Fanprojekts gab seinerzeit der Verein 1. FC Saarbrücken, und mit Beginn der Saison 2000/2001 konnte das Fanprojekt Saarbrücken die Arbeit aufnehmen. Hauptamtlicher Mitarbeiter ist seitdem Jörg Rodenbüsch, der bereits Anfang der 90er-Jahre in der Fußballfanarbeit in Neunkirchen tätig war und dessen langjährige Erfahrung in der Arbeit mit auffälligen Jugendlichen der Garant für die erfolgreiche Einrichtung und den vielversprechenden Start des Fanprojekts war.
Fortan war und ist das Wirken des Fanprojekts von der Unstetigkeit im Arbeitsumfeld stark beeinflusst. Dem euphorisierten Aufstiegsjahr folgte ein ernüchterndes Abstiegsjahr, gepaart mit der Existenzfrage des Projekts. Abermals gelang dem 1. FC Saarbrücken der Einzug in die 2. Bundesliga. Doch wieder ging der sportliche Weg des 1. FC Saarbrücken danach steil nach unten. Unter dieser Talfahrt litten auch die strukturellen Rahmenbedingungen des Vereins und die dortige Fanarbeit.

Der einsetzende sportliche Niedergang des 1. FC Saarbrücken blieb auch nicht ohne Folgen für die sozialpädagogische Arbeit des Fanprojekts. Erneut veränderte sich die Zusammensetzung der Fanszene dramatisch. Aktuelle Entwicklungen mussten erkannt und Beziehungsarbeit mit den „Neuen“ in der Fanszene aufgebaut werden. Zugleich brachen auch die verbindlichen Zusagen zur Finanzierung weg. Eine anvisierte zweite Stelle konnte nicht realisiert werden.
Sehr zum Bedauern der Fanszene und des Fanprojekts war somit ein Großteil der Arbeit mit Bemühungen um die Existenzsicherung verbunden. Trotz allem ist es 2003 gelungen, zusammen mit den aktiven Fans des 1. FC Saarbrücken ein Buch anlässlich des 100-jährigen Vereinsjubiläums zu publizieren. Die „Macher“ des Werkes hatten sich die Aufgabe gestellt, die Geschichte des Vereins aus der Sicht der Fans und deren geschichtlicher Entwicklung zu beleuchten. Daneben wurde auch eine sehenswerte Homepage (www.100-jahre-fcs.de) gemeinsam aufgebaut.
Mit der Spielzeit 2003/2004 konnte ein notwendig gewordener Trägerwechsel zur Arbeiterwohlfahrt – Sozialpädagogisches Netzwerk (SPN) realisiert werden. Der Trägerwechsel sorgte zunächst für die wichtige Konstante in der fachlichen Begleitung. Zugleich konnte das Netzwerk der AWO zielgerichtet in die Arbeit integriert und somit auch zur Angebotserweiterung für die saarländische Fanszene zur Verfügung gestellt werden. Als Beispiel sei hier angeführt, dass bei einer Einzelfallhilfe mit einem jungen Mädchen (Borderlinesyndrom) in Ermangelung einer weiblichen Fachkraft im Fanprojekt punktuell die entsprechende fachliche Kompetenz aus einem anderen Modellprojekt der AWO hinzugezogen werden konnte.

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen konnte innerhalb des Fanprojekts ein weiteres Projekt entwickelt und gestartet werden. Mit Doppelpass – Streetsoccer als Angebot für Toleranz und Zivilcourage konnte gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung ein gezieltes sportpädagogisches Angebot integriert werden. Das Angebot war auf das gesamte Bundesland ausgedehnt und bot an verschiedenen informellen Treffpunkten Streetsoccer an, um über dieses Medium einen niedrigschwelligen Zugang zu Jugendlichen zu erlangen und damit Interventionsmöglichkeiten zur Integration und gegen Rassismus zu erschließen.
bei der Arbeiterwohlfahrt SPN Landesverband Saarland
Jörg Rodenbüsch
Tel (0681)9892725
Fax (0681)9892773
Mobil (0176)23156210
E-Mail innwurf(at)gmx.de
Torsten Hart
Tel (0681)9892686
Fax (0681)9892773
Mobil (0175)9381021
E-Mail thart(at)lvsaarland.awo.org
Sittersweg 24
66113 Saarbrücken
Homepage www.innwurf.de
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