Home
Die Fanprojekte 
Das Fanprojekt Wuppertal entstand in erster Linie aufgrund des eindringlich geäußerten Wunsches seitens der WSV-Fans nach einer unabhängigen Vermittlungsinstanz. Auch die Polizei unterstützte diesen Wunsch nachdrücklich. Mit der Stadt Wuppertal, Stadtbetrieb Sport & Bäder, konnte eine Institution gefunden werden, die gerne bereit war, die Trägerschaft und Projektleitung für ein solches Projekt zu übernehmen. Im Jahr 2007 wechselte dann die Trägerschaft zur GESA gGmbH, die als Träger der freien Jugendhilfe bereits von Beginn an als Kooperationspartner tätig war.
Das Fanprojekt kann über die GESA alle Leistungen der beruflichen Integration auf Basis des SGB II anbieten (Schulabschlüsse, Ausbildungen, Arbeitsmöglichkeiten etc.), eine sehr interessante Variante der Projektkooperation in der Arbeit mit jugendlichen Fans, gerade im strukturschwachen und von einer hohen Jugendarbeitslosigkeit geprägten Wuppertal. Aus diesem Grund hat sich die ARGE Wuppertal (Zusammenschluss aus der Agentur für Arbeit und dem Sozialamt) bereit erklärt, das Fanprojekt mitzufinanzieren.

Cornelia Weskamp, Personal- und Verwaltungsleiterin der GESA, übernahm die Stelle der Projektleitung beim Fanprojekt. Als hauptamtliche Mitarbeiter konnten Marco Ginesi und Marko Martinek gewonnen werden. Marco Ginesi hat Erfahrungen in der Jugendarbeit gesammelt, früher selbst als Profi Fußball gespielt und gilt als echter Kenner der Wuppertaler Fan- und Jugendszene. Deswegen fiel es ihm auch nicht schwer, schon in den Wochen vor dem offiziellen Start die nötigen Kontakte in die Fanszene herzustellen und erste wichtige Verbindungen aufzubauen. Der wichtige Schritt, dem Projekt eine personelle Basis zu geben, war damit getan. Im Oktober 2007 kam Marko Martinek als zweiter hauptamtlicher Mitarbeiter ins Projekt. Der Diplom-Pädagoge, Kampfsportexperte und ausgebildete Anti-Aggressivitäts-Trainer war in der offenen Jugendarbeit und freiberuflich im Bereich der flexiblen Erziehungshilfen tätig.
Das Projekt versteht sich als Beratungs- und Vermittlungsinstanz zwischen Fans, Verein und anderen „Erwachsenen-Institutionen“ (Polizei, ARGE, Therapeuten, Jugendgerichtshilfe, Rechtsanwälten etc.). Es ist Vertreter und kritischer Beobachter der WSV-Fans und Ansprechpartner für alle Anhänger. Ziel der Fanprojektarbeit ist es, die Wuppertaler Fankultur zu fördern, die Fans enger an den Verein zu binden bzw. neue Fangruppen zu integrieren. Insbesondere bei der Bindung der Fans an den Verein wird viel aufzuarbeiten sein, da es hier in der jüngeren Vergangenheit oft zu Streitigkeiten kam. Aus diesem Grund veranstaltet das Fanprojekt regelmäßig Fanabende mit Spielern oder Live-Chats mit Managern und Trainern.

Außerdem stehen insbesondere gewaltpräventive und erlebnispädagogische Angebote im Vordergrund der Fanarbeit. Kurz erwähnt seien hierzu der Besuch des Wuppertaler Hochseilgartens und ein Boxprojekt in Kooperation mit der Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz. Nicht zu vergessen sind die WSV-Teens-on-Tour. Hier können 12- bis 16-jährige Fans bei betreuten Auswärtsfahrten Fußballspiele ohne Alkohol, Nikotin und Randale erleben.
Besonders gut angenommen wird das vom Fanprojekt eröffnete Fanhaus 1954, das in Wuppertal etwas gänzlich Neues darstellt. Hier treffen sich junge und „alte“ Fans, Fanklubs und -gruppierungen. Gerade den Ultras kommt das großzügige Platzangebot entgegen, denn hier können sie Choreos planen und Fahnen anfertigen.
Marco Ginesi, Marko Martinek
Tiergartenstr. 246/Ecke Simonsstr.
42117 Wuppertal
Tel (0202)820999-1 (Marco G.)
Tel (0202)820999-2 (Marko M.)
Fax (0202)820990-8
Mobil (0151)57 119 227 (Marco G.)
Mobil (0177)85 27 154 (Marko M.)
E-Mail Marco@fanprojekt-wuppertal.de
marko.m@fanprojekt-wuppertal.de
Homepage www.fanprojekt-wuppertal.de
© 2009 Koordinationsstelle Fanprojekte | Impressum