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08.11.2017

16. KOS-Bundeskonferenz der Fanprojekte in Hannover

„Stimmung ja – (Mit)bestimmung nein? – Perspektiven für die Beteiligung jugendlicher Fans im Spannungsfeld von Jugendarbeit, Gewaltprävention und kommerzialisiertem Fußball“

Unter diesem Motto steht die 16. KOS-Bundeskonferenz der Fanprojekte vom 7. bis 9. November, die dieses Jahr in Hannover stattfindet.

Gemeinsam mit den Mitorganisator*innen vom Fanprojekt Hannover freut sich die KOS auf zahlreiche Kolleg*innen der 58 Fanprojekte aus ganz Deutschland. Zudem sind fachkundige und interessierte Teilnehmer*innen aus der lokalen und überregionalen Politik, Vertreter*innen der Fußballverbände, Expert*innen aus der Wissenschaft und weiteren Feldern, die Berührungspunkte mit dem Thema der sozialpädagogischen Arbeit mit (jugendlichen) Fußballfans haben, in Hannover dabei. Die  ca. 170 Teilnehmer*innen erwartet ein interessantes Programm rund um die Themen Dialog und Partizipation von (jugendlichen) Fußballfans.  

Am 7. November, dem Abend vor dem offiziellen Beginn der Bundeskonferenz, lud die KOS gemeinsam mit der DFB-Kulturstiftung zu einem literarischen und cineastischen Auftaktprogramm in den Raschplatzpavillon in Hannover ein. Neben einer Lesung von ausgewählten Kurzgeschichten der Autoren Ulli Hannemann, Michael Kröchert, Philipp Reinartz und Frank Willmann zeigten die Macher*innen des 11mm-Fußballfilmfestivals ein Best-of aus ihrem Kurzfilm-Archiv.

Zur offiziellen Eröffnung am Mittwoch, den 8. November werden neben dem DFB-Präsidenten Reinhard Grindel auch Bettina Bundszus-Cecere als Abteilungsleiterin Kinder und Jugend des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der niedersächsische Innen- und Sportminister Boris Pistorius und die Bildungsdezernentin der Stadt Hannover Rita Maria Rzyski erwartet.

Prof. Dr. Albert Scherr von der Pädagogischen Hochschule Freiburg wird einen einleitenden Vortrag  unter dem Titel „Fans in Spannungsfeldern von Mitbestimmung und Eventkultur, Autonomie und Kontrolle sowie Zugehörigkeit und Ausgrenzung“ halten. Schließlich kommen die unterschiedlichen Interessengruppen – Fans, Vereine und Verbände – zu Wort. Mit allen drei Gruppen sollen die Möglichkeiten beleuchtet werden, um mittels eines gelingenden Dialogs Partizipationsmöglichkeiten für Fans zu entwickeln und zu klären, wie die Fanprojekte diesen Prozess konstruktiv begleiten können. Moderiert wird die gesamte Veranstaltung durch den Journalisten und Autor Ronny Blaschke. Abschließend ordnen Jürgen Schattmann (Vertreter der Arbeitsgemeinschaft der obersten Landesjugend- und Familienbehörden) und Prof. Dr. Albert Scherr das Gehörte des Tages in den Fanprojektalltag ein und reflektieren die Jugendarbeit im Spannungsfeld zwischen Eventkultur und Kontrolle.

Der zweite Tag der Bundeskonferenz  steht ganz im Zeichen gelungener Partizipation. Fans aus Jena, Mainz, Hamburg und Offenbach, jeweils begleitet von den örtlichen Fanprojekten, stellen gelungene und beeindruckende Beispiele aus ihren Orten vor. Anhand dieser werden positive Faktoren für die Partizipation von Fans im Fußball skizziert, die eine Übertragbarkeit auf weitere zukünftige Projekte ermöglichen können.

Abschließend diskutieren Dirk Bierholz vom Fanprojekt Düsseldorf, Stefan Roggenthin vom Fanprojekt Magdeburg und Hans Joachim Kensbock-Rieso, der ehemalige Einsatzleiter der Polizei Düsseldorf, über die Möglichkeiten, Fans in sicherheitstechnische Debatten einzubinden. Dies soll anhand des selbstverwalteten Fanblocks in Düsseldorf und dem selbstauferlegten „Hüpfverbot“ der Magdeburger Fans illustriert werden.