Über die KOS

KOS Gruppenbild von 2018
Philipp Beitzel, Volker Goll, Stella Schrey, Julia Zeyn , Michael Gabriel und Gerd Wagner

Die Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) wurde 1993 eingerichtet, um die sozialpädagogisch arbeitenden Fanprojekte inhaltlich zu begleiten, zu koordinieren und bei der Einrichtung weiterer Projekte mitzuwirken. Grundlage der Arbeit ist das Nationale Konzept Sport und Sicherheit (NKSS), das den inhaltlichen und organisatorischen Rahmen der Jugendsozialarbeit im Fußballbereich absteckt. Derzeit werden an 59 Standorten in Deutschland 65 Fanszenen betreut.

Neben der Beratung und Begleitung der Fanprojekte in Deutschland steht die KOS den Fußball-Institutionen, der Politik, der Polizei und den Medien in Sachen professioneller pädagogischer Fanarbeit als beratende und informierende Instanz zur Verfügung. Die KOS wird zur Hälfte vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) finanziert, die andere Hälfte teilen sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL). Sie ist bei der Deutschen Sportjugend (dsj) in Frankfurt am Main angesiedelt und mit fünf Referent/innen und einer Verwaltungsfachkraft besetzt.

Fanbotschaft während der EURO 2012 in der Ukraine

Fanarbeit im Fußball national und international

Mit der langjährigen erfolgreichen Tätigkeit der Fanprojekte in Deutschland hat der präventive Ansatz der sozialpädagogischen Arbeit mit Fußballfans zunehmend mehr Anerkennung erfahren. Neben der Koordination und Optimierung der nationalen Fanarbeit ist die KOS seit vielen Jahren auch international aktiv und organisiert im Verbund mit dem Netzwerk Football Supporters Europe (FSE) Fanbetreuungsmaßnahmen bei Fußball-Großveranstaltungen. Die größte Herausforderung auf diesem Feld war die Konzeption und Umsetzung des Fan- und Besucherbetreuungsprogramms zur WM 2006 in Deutschland.

Fanprojekte – langfristige und nachhaltige Arbeit

Sozialpädagogisch orientierte Fanarbeit basiert auf der Erkenntnis, dass gewalttätigem Verhalten jugendlicher Fußballfans nicht allein mit repressiven Maßnahmen begegnet werden kann. Die Arbeit der Fanprojekte orientiert sich an der Lebenswelt der Fans, sprich: Sie findet u. a. im Stadion, auf Auswärtsfahrten, in Fantreffs und bei Fanturnieren statt.

Um Gewaltbereitschaft und extremistische Einstellungen abzubauen, stärken die Fanprojekte die kreative Fankultur und bieten alternative Freizeit- und Bildungs­angebote für jugendliche Fans an. Gerade dafür ist die Vernetzung der Fanprojekte mit pädagogischen Einrichtungen und anderen Akteuren außerhalb des Fußballs von großer Bedeutung.

In den vergangenen Jahren haben die Fanprojekte in Deutschland durch zahlreiche Aktivitäten im Bereich Antidiskriminierung und Gewaltprävention und die Ausrichtung von Turnieren, Veranstaltungen und internationalen Austauschprogrammen nachweislich Erfolge erzielt.