Workshop zu Stadionverboten: Fachlicher Austausch und kritische Einordnung

Am 28. und 29. April 2026 fand in Berlin ein Workshop zum Thema Stadionverbote statt. Mitarbeitende aus Fanprojekten kamen zusammen, um ein zentrales und zugleich sensibles Arbeitsfeld gemeinsam zu reflektieren und Sicherheit im Umgang mit dieser Thematik zu erlangen. Organisiert wurde der Workshop gemeinsam von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte und der Koordinationsstelle Fanprojekte. Ein besonderer Dank gilt zudem dem Fanprojekt Berlin für die Gastfreundschaft und tolle Unterstützung vor Ort.

Stadionverbote greifen tief in die Lebensrealität betroffener Fans ein und stehen seit Jahren im Spannungsfeld zwischen Sicherheitslogiken und sozialpädagogischen Ansätzen. Für Fanprojekte bedeutet dies, einerseits beratend und unterstützend tätig zu sein und andererseits ihre fachliche Perspektive gegenüber teils repressiven Maßnahmen einzubringen.

Im Workshop wurden neben rechtlichen Grundlagen und Verfahrensabläufen insbesondere die Rolle und Haltung der Fanprojekte im Stadionverbotsverfahren diskutiert. Dabei wurde auch thematisiert, dass Fanprojekte häufig Teil der örtlichen Stadionverbotskommissionen sind und sich in diesem Rahmen mit unterschiedlichen Erwartungen und Rollen auseinandersetzen müssen. Besonders wertvoll war zudem die Einbindung der Perspektive von Betroffenen, die ihre Erfahrungen mit Stadionverboten eingebracht haben. Auch mögliche Änderungen der Richtlinien sowie die Rolle einer zukünftigen zentralen Fachaufsicht wurden thematisiert.

Deutlich wurde, dass Fanprojekte einen wichtigen Beitrag leisten, um Verfahren transparenter und verhältnismäßiger zu gestalten und die Perspektiven betroffener Fans einzubringen. Gleichzeitig bleibt die Auseinandersetzung mit Stadionverboten ein politisch relevantes Thema, das weiterhin kritische Begleitung und fachliche Positionierung erfordert.

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