Am 21. Oktober 2026 waren Vertreter*innen der bayerischen Fanprojekte, ihrer Träger und der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) zu Gast im Bayerischen Landtag. Auf Einladung der CSU-Arbeitsgruppe Sport fand ein gemeinsamer Austausch über die sozialpädagogische Fanarbeit in Bayern sowie aktuelle Herausforderungen rund um den Fußball statt.
Ziel des Treffens war es, die vielfältige Arbeit der Fanprojekte vorzustellen, ihre fachlichen Perspektiven in die politische Diskussion einzubringen und den direkten Dialog mit den Abgeordneten zu stärken. Gemeinsam mit den Trägervertretungen waren die Fanprojekte aus Augsburg, Fürth, Ingolstadt, München, Nürnberg, Regensburg und Würzburg vertreten.
Zu Beginn erhielten die Abgeordneten einen Einblick in die Strukturen und Aufgaben der sozialpädagogischen Fanarbeit. Anhand eines gemeinsam erstellten Kurzfilms und der Vorstellung der einzelnen Standorte wurde deutlich, wie unterschiedlich die Fanprojekte in Bayern aufgestellt sind und welche vielfältigen Angebote sie für junge Fußballfans schaffen. Von aufsuchender Jugendsozialarbeit über Bildungsangebote und Gewaltprävention bis hin zu Beteiligungsprojekten und der Begleitung von Fans an Spieltagen reicht das breite Spektrum ihrer Arbeit.
Im Mittelpunkt des anschließenden Austauschs standen aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen rund um den Fußball sowie die damit verbundenen Anforderungen an die sozialpädagogische Fanarbeit. Dabei wurden unterschiedliche Perspektiven auf die Sicherheitsdebatte, den Umgang mit Konflikten und die Zusammenarbeit der beteiligten Akteure diskutiert.
Die Vertreter*innen der Fanprojekte konnten ihre Erfahrungen aus der täglichen Praxis einbringen und unterschiedliche Perspektiven auf die diskutierten Themen aufzeigen. Deutlich wurde insbesondere die besondere Rolle der Fanprojekte, die durch ihre kontinuierliche Beziehungsarbeit einen unmittelbaren Zugang zu jungen Fußballfans und den Fanszenen haben. Diese Vertrauensbasis ist eine wesentliche Voraussetzung, um Konflikte frühzeitig aufzugreifen, Dialoge zu ermöglichen und präventiv zu wirken.
Gleichzeitig bot das Gespräch die Gelegenheit, die Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen für die Fanprojektarbeit hervorzuheben. Als Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe benötigen Fanprojekte langfristige Perspektiven und eine nachhaltige Finanzierung, um ihre Angebote kontinuierlich und unabhängig gestalten zu können.
Der Besuch im Bayerischen Landtag war eine wertvolle Gelegenheit, die Arbeit der bayerischen Fanprojekte sichtbar zu machen und ihre fachlichen Einschätzungen unmittelbar in den politischen Austausch einzubringen. Die KOS bedankt sich bei der CSU-Arbeitsgruppe Sport für die Einladung und das Interesse sowie bei allen beteiligten Fanprojekten und Trägervertretungen für die gemeinsame Vorbereitung und den engagierten Austausch.
Der Dialog zwischen Politik und sozialpädagogischer Fanarbeit soll auch künftig fortgesetzt werden.



