Fanprojektarbeit im politischen Austausch

Am 23. Juni 2026 fand auf Einladung des SPD Bundestagsabgeordneten Daniel Bettermann ein parlamentarisches Frühstück zur Arbeit der Fanprojekte statt. Gemeinsam mit Fachkräften aus den Fanprojekten, Vertreter*innen der Trägervertretung der Fanprojekte, der KOS und des AWO Bundesverbandes kamen Abgeordnete und Mitarbeitende des Deutschen Bundestages ins Gespräch über die aktuellen Herausforderungen und die zukünftigen Rahmenbedingungen der Fanprojektarbeit.

Andreas Mannsbarth aus der Trägervertretung der Fanprojekte berichtet über den Austausch:

Breite Unterstützung für Fanprojekte im Deutschen Bundestag

Wie können Fanprojekte nachhaltig gestärkt werden? Welche politischen Rahmenbedingungen braucht die sozialpädagogische Arbeit mit jungen Fußballfans? Über diese Fragen diskutierten am 23. Juni 2026 Abgeordnete und Mitarbeitende des Deutschen Bundestages beim parlamentarischen Frühstück auf Einladung des SPD Abgeordneten Daniel Bettermann.

Die hohe Beteiligung von Vertreter*innen aus dem gesamten freiheitlich demokratischen Spektrum zeigte eindrucksvoll, dass Fanprojekte parteiübergreifend als wichtiger und bewährter Ansatz der Jugendhilfe anerkannt werden. Mit seiner Einladung unterstrich Daniel Bettermann zugleich die politische Bedeutung des Themas und brachte die Anliegen der Fanprojektarbeit in den parlamentarischen Raum.

Zum Auftakt der Veranstaltung sahen die Gäste einen eigens produzierten Kurzfilm über die Fanprojektarbeit. Beispiele aus Köln, Stuttgart und Dresden machten die Vielfalt der Angebote sichtbar und zeigten, wie Fanprojekte junge Menschen begleiten, Beteiligung fördern und demokratische Erfahrungen ermöglichen. Der Film bildete damit den idealen Einstieg in die anschließende Diskussion.

Diese eröffnete Aydan Özoguz, Vorsitzende des Ausschusses für Sport und Ehrenamt des Deutschen Bundestages. Mit ihrer Frage nach den aktuellen Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Fanprojektarbeit lenkte sie den Blick auf die zentralen Themen des Vormittags.

Im weiteren Austausch wurde die Wirksamkeit der Fanprojektarbeit deutlich herausgestellt. Die Teilnehmenden betonten insbesondere ihre Bedeutung für die Förderung von Teilhabe und demokratischem Engagement sowie ihre Rolle in der Konflikt und Gewaltprävention im Umfeld des Fußballs.

Vertreter*innen der Fanprojekte aus Berlin, Babelsberg und Kassel berichteten aus ihrer Praxis und diskutierten mit den Abgeordneten über aktuelle Herausforderungen. Neben dem Fachkräftemangel spielte auch die Debatte um ein Zeugnisverweigerungsrecht für die Soziale Arbeit eine wichtige Rolle. Für die Mitarbeitenden der Fanprojekte ist dies eine zentrale fachliche Frage, da vertrauensvolle Beziehungen die Grundlage ihrer Arbeit mit jungen Menschen bilden.

Breiten Raum nahm zudem die Frage ein, wie die erfolgreichen Strukturen der Fanprojektarbeit langfristig gesichert werden können. Die Teilnehmenden hoben die hohe Qualität der Zusammenarbeit von Fanprojekten, Kommunen, Ländern, Trägern und organisiertem Fußball hervor.

Rolf Hanselmann vom Fanprojekt Magdeburg und Leon Ries von der Deutschen Sportjugend machten deutlich, dass eine nachhaltige Finanzierung und die systematische Einbindung in die kommunale Jugendhilfeplanung entscheidende Voraussetzungen für die Zukunft der Fanprojekte sind. Denn nur mit verlässlichen finanziellen Rahmenbedingungen können Fanprojekte dauerhaft als Regelangebot der Kinder und Jugendhilfe wirken.

Das parlamentarische Frühstück zeigte damit nicht nur die breite politische Unterstützung für Fanprojekte. Es verdeutlichte auch, dass ihre gesellschaftliche Wirkung langfristig gesichert werden muss: durch politische Anerkennung, verlässliche Finanzierung und eine feste Verankerung in der kommunalen Jugendhilfeplanung.

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