Gewaltprävention im Fußball durch professionelle Fan(sozial)arbeit

Eine neue Broschüre zeigt eindrucksvoll, welchen Anteil die beiden Säulen der professionelle Fanarbeit am sicheren Stadionerlebnis haben. Die unabhängigen sozialpädagogischen Fanprojekte und die Fanbeauftragten der Vereine sind zwei starke Partner in der Gewaltprävention.

Vom 3. bis zum 5. Dezember tagt die Innenministerkonferenz in Bremen. Eines ihrer Schwerpunktthemen wird die Sicherheit in deutschen Fußballstadien sein.  Die Fanszenen protestieren geeint seit Wochen gegen eine, wie sie es bezeichnen, populistische Debatte. Der Fußball ist sicher. Dies belegen auch die aktuellen Zahlen der Polizei.

An dieser positiven Entwicklung – dem Rückgang an Verletzten und einem sehr hohen Sicherheitsgefühl der Stadionbesucher*innen – haben maßgeblich auch die beiden Säulen der professionellen Fanarbeit, die unabhängigen sozialpädagogischen Fanprojekte und die Fanbeauftragten der Vereine, Anteil. Beide Systeme sind Vorzeigemodelle in ganz Europa und zeigen Wirkung.

Ein ausführliches Hintergrundgespräch zur IMK und den Auswirkungen auf das Gesamtsystem zwischen Michael Gabriel, Leiter der Koordinationsstelle Fanprojekte, und Christian Kabs, Sozialpädagoge und langjähriger Mitarbeiter des Fanprojektes Dresden, aus Sicht der professionellen Fanprojektarbeit finden Sie hier.

Hohe Netzwerkqualität

Die neue Broschüre der Koordinationsstelle Fanprojekte bei der dsj (KOS) „Gewaltprävention im Fußball durch professionelle Fan(sozial)arbeit“ zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig, weitreichend und wirkungsvoll die Arbeit der professionellen Fanarbeit ist. Die bestätigen auch wichtige Netzwerkpartner*innen, wie das Innenministerium Baden-Württemberg und namhafte Vertreter*innen der Wissenschaft, die ebenfalls in der Publikation zu Wort kommen.

Die Broschüre ist in Zusammenarbeit mit den Fanbeauftragten, den Fanprojekten und vielen Netzwerkpartner*innen entstanden. Insgesamt waren 35 Partnerinstitutionen beteiligt. Sie ist ein Zeugnis der großartigen Netzwerkqualitäten im deutschen Fußball.

Gewaltprävention: partizipativ, netzwerkorientiert und kommunikativ

Langfristig wirkende Gewaltprävention muss per se partizipativ, netzwerkorientiert und kommunikativ sein. Sie braucht Ruhe und Vertrauen. Ohne die große Kraft der Fans, ihre stete aktive Teilhabe und ihr Engagement für einen sicheren und fanfreundlichen Fußball wäre das Erreichte nicht möglich gewesen: Ein lebendiges und sicheres Stadionerlebnis für alle!

Auch darin ist Deutschland Vorzeigemodell.

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