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Die Fanprojekte 
Am 17. Oktober 2007 wurde in den Räumen des 1. FC Kaiserslautern offiziell der Start des Fanprojekts verkündet. Bereits zum 1. November startete dann auch in der Pfalz die sozialpädagogische Fanarbeit nach den Richtlinien des Nationalen Konzepts Sport und Sicherheit (NKSS).
Der letzte Anstoß für die Realisierung des Projekts war die positive WM-Erfahrung der Stadt Kaiserslautern mit der Fan- und Besucherbetreuung, die von der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) im Auftrag des WM-Organisationskomitees durchgeführt worden war. Weil dabei auf die bestehenden und bewährten Strukturen der bundesweit vernetzten Fanarbeit zurückgegriffen wurde, fand nun auch die lokale soziale Arbeit ihre Lobby in der WM-Ausrichterstadt. Träger des Projekts sind in Kooperation die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Pfalz und die AWO Saarland.
Die Leitung des Fanprojekts wurde von Diplom-Sozialarbeiter Erwin Ress übernommen, der zuvor bereits 15 Jahre als Streetworker in der Arbeit mit Fußballfans tätig war. Von Anfang an begleitet wurde das Projekt von der ehemaligen Praktikantin Yvonne Ernst, Sozialarbeiterin i. A., die seit September 2008 mit einer weiteren Vollzeitstelle im Projekt tätig ist. Diese Vollzeitstelle wird zu 50% von der Agentur für Arbeit Kaiserslautern mitfinanziert. Somit ist das Fanprojekt zusätzlich an der Umsetzung des Kooperationsprojekts Pro Ausbildung zwischen der Arbeitsagentur und dem Verein 1. FC Kaiserslautern beteiligt.

In seiner Region ist der 1. FC Kaiserslautern unangefochten der Sympathieträger Nr. 1. Dementsprechend groß und überwiegend ländlich ist das Einzugsgebiet der Fanszene des FCK, die zu den größten und aktivsten bundesweit zählt. Die Mitarbeiter/innen betreuen die Fans des FCK bei Heim- und Auswärtsspielen und unterstützen sie bei der Planung und Durchführung von eigenen Aktionen und Veranstaltungen. Auf Wunsch werden die Fans bei Behördengängen und Anwaltsterminen begeleitet. Bei Konflikten zwischen Fans und der Polizei, Ordnungskräften oder anderen Fangruppen versucht das Fanprojekt zu vermitteln. Zudem bietet es Hilfe und Unterstützung bei individuellen Problemen abseits des Fußballs an wie Schule, Familie, Beruf etc.
Das Fanprojekt Kaiserslautern versteht sich prinzipiell als Anlauf-, Vermittlungs- und Drehpunkteinrichtung für jugendliche und jung-erwachsene Fußballfans. Die Arbeit ist einzelfallorientiert, gruppenorientiert und präventiv und will Vorurteile bei Vereinen, Polizei oder Behörden gegenüber Fußballfans abbauen und gleichzeitig gemeinsam mit den Fans dazu beitragen, dass Gewalt und Rassismus aus der Fanszene selbst heraus bekämpft werden.

Die Angebote des Fanprojekts stehen jedem offen. Die Kontaktaufnahme zu den Mitarbeiter/innen ist immer freiwillig. Diese sind allen FCK-Fans gegenüber aufgeschlossen, gleich welcher Nationalität sie sind oder welche Probleme sie haben. Die Mitarbeiter/innen sind parteilich, d. h. sie verstehen sich als „Anwälte“ der Fans. Wer die Angebote des Fanprojekts in Anspruch nimmt, genießt absoluten Vertrauensschutz, da die Mitarbeiter/innen ihre Schweigepflicht ernst nehmen. Die Arbeit ist transparent, alle Schritte werden mit den Beteiligten besprochen und abgestimmt.
Neben den Spieltagen sind die Mitarbeiter/innen in den Räumlichkeiten des Fanprojekts anzutreffen und stehen dort auch nach Absprache für Einzelgespräche zur Verfügung. Die Räumlichkeiten des Fanprojekts bestehen neben Büro und Küche aus zwei zusammenhängenden Aufenthaltsräumen. Diese werden momentan noch mithilfe verschiedener aktiver Fans selbst gestaltet. In Zusammenhang mit dieser aktiven Beteiligung an der Gestaltung haben einige Fans einen Arbeitskreis Fanprojekt gegründet, der das Fanprojekt intensiv begleitet, Wünsche, Forderungen und Anliegen der Fans an das Fanprojekt heranträgt und im Gegenzug Positionen des Fanprojekts in die Fanszene weitergibt.
Yvonne Ernst, Erwin Ress (Leitung)
Pariser Str. 23
67655 Kaiserslautern
Tel 0631 - 31 60 6 - 17 oder -18
Mobil 0175 - 29 94 960
E-Mail awo_fanprojekt_kl@gmx.de
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23.10.2007
Neues Fan-Projekt in Kaiserslautern