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Die Fanprojekte 
Das Fanprojekt Leverkusen ist seit vielen Jahren aufgrund seines Engagements im Rahmen der Jugendsozialarbeit für die Leverkusener Fans ein wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil im Umfeld von Bayer 04 Leverkusen geworden. Unter der Leitung des Diplom-Sozialpädagogen Stefan Thomé, an dessen Seite Sebastian Pöschke (ein motivierter Fan und Sprecher der Ultraszene) und Claudia Fuhl (ehemalige U16-Teilnehmerin) als Mitarbeiter/innen auf Honorarbasis tätig sind, kann sich die Arbeit des Fanprojekts in allen Bereichen sehen lassen.
Dies umfasst die bedürfnisgerechte Einrichtung eines Fanhauses und des dort angebotenen offenen Treffs, die Begleitung zu Heim- und Auswärtsspielen, die Durchführung von Erlebnisreisen und Jugendfreizeiten für junge Fans (U16), die Kooperation mit anderen Fanprojekten, aber auch die Organisation diverser Diskussionsveranstaltungen zwischen Fans, Funktionären und Spielern oder die Beratung und Vermittlung bei privaten und anderen Problemen. Besonders hervorzuheben ist dabei die konstruktive und enge Zusammenarbeit mit der Fanbetreuung von Bayer 04 Leverkusen.

Durch die Unterstützung von Claudia Fuhl wird nun eine Mädchengruppe betreut, die neben einem regelmäßigen Fußballangebot auch viele Freizeitaktivitäten außerhalb des Fußballs durchführt. Das Fanprojekt hat in Leverkusen durch seine intensive Netzwerkarbeit eine hohe Anerkennung als Institution der örtlichen Jugendarbeit erlangt. Dies wird durch die Mitarbeit in diversen städtischen Arbeitskreisen und weiteren Netzwerken der Jugendhilfe unterstrichen.
Der aus Perspektive der Jugendarbeit kritikwürdigen Vorgehensweise vieler Vereine bei der verstärkten Verhängung bundesweiter Stadionverbote für jugendliche Fußballfans versucht das Fanprojekt mit einem demokratischen Modell die aus pädagogischer Sicht kontraproduktive Schärfe zu nehmen. Das Leverkusener Fanprojekt hingegen befürwortet ein Anhörungsverfahren und – wenn möglich – die Bewährung der Strafe für die Betroffenen. Dieses Modell wird auch von den Vereinsverantwortlichen mitgetragen. Ausgehend vom Grundsatz „Nur wer demokratische Verhaltensweisen erfährt, wird diese auch später selbstverständlich in sein Handlungsrepertoire übernehmen“, steht dieses pädagogische Konzept im Kontrast zum vielfach anonymen Umgang mancher Vereine mit den betroffenen Fans und zum bestrafenden Charakter des Stadionverbotsverfahrens. Insbesondere in der Arbeit mit den Ultras erweist sich der verstärkte repressive Umgang mit jugendlichen Fußballfans als ein zentraler Arbeitsaspekt. Dem Fanprojekt ist es durch frühzeitige Intensivierung des Kontaktes in die junge Fanszene hinein gelungen, zu den Ultras ein belastbares Vertrauensverhältnis aufzubauen. Die gemeinsame Initiative von Fanprojekt, Verein und Polizei in der Frage der Verhängung von Stadionverboten belegt, welch positive Auswirkungen es hat, wenn die hohe Vermittlungskompetenz der Fanprojekte gleichberechtigt in die Diskussionen einbezogen wird.

Zu erwähnen ist schließlich noch die Zusammenarbeit mit dem Projekt Bayer 04 macht Schule, das gezielt an Schulen geht, in einzelnen Lehrangeboten das soziale Engagement des Vereins deutlich macht und gleichzeitig den Jugendlichen den Blick hinter die Kulissen eines Fußballvereins ermöglicht. Im Rahmen dieses Projekts hält Stefan Thomé, ausgebildeter Anti-Gewalt-Trainer, regelmäßig Vorträge zu den Themen Gewaltprävention, Rassismus und Rechtsextremismus und erklärt den theoretischen Ansatz der Fanprojektarbeit in Schulen, vor Ort im Stadion oder auch in den Räumlichkeiten des Projekts.
Claudia Fuhl, Sebastian Pöscke, Stefan Thomé (Leitung)
Lichstr. 64
51373 Leverkusen
Tel (0214) 866 08 64
Fax (0214) 866 08 65
E-Mail stefan.thome.st@bayer04.de
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